Einführung in

 

Grundlagen

EUKLID DynaGeo ist ein Geometrie-Zeichenprogramm, das dynamische Zeichnungen erstellt. Sie wählen mit Hilfe der angebotenen Menübefehle oder durch Anklicken des entsprechenden Symbols der Werkzeugleiste, welches geometrische Objekt Sie erstellen wollen, und geben dann die Daten für dieses Objekt ein. EUKLID DynaGeo zeichnet das Objekt auf den Bildschirm.

Haben Sie mehrere Objekte erzeugt, dann können Sie die Zeichnung verändern, indem Sie ein Basisobjekt mit der Maus verziehen. Dabei wird die Lage aller von diesem Basisobjekt abhängigen Objekte automatisch aktualisiert: die Zeichnung auf dem Bildschirm sieht stets so aus, als hätten Sie sie von vornherein mit dem Basisobjekt in der neuen Lage erzeugt.

EUKLID DynaGeo verfügt über eine leistungsfähige kontextsensitive Hilfefunktion: wenn Sie nicht mehr weiterwissen, drücken Sie die F1-Taste, wo auch immer Sie im Programm sind. EUKLID DynaGeo zeigt Ihnen dann eine Hilfe zur jeweils aktuellen Situation an.

EUKLID DynaGeo - Zeichnungen lassen sich abspeichern und wieder laden, über die Zwischenablage exportieren und natürlich auch ausdrucken. Das zum Speichern verwendete Dateiformat ist ein privates; die Dateien tragen die Standard-Endung .geo.

Sie können Abstände zwischen beliebigen Objekten sowie Winkelgrößen messen und die jeweils aktuellen Werte in der Zeichnung anzeigen lassen. Darüber hinaus können Sie 2 Terme eingeben, in denen diese Maße als Variablen verwendet werden; die Werte dieser Terme werden dann ebenfalls beim Verziehen angezeigt und laufend aktualisiert.

Sie können Folgen von Konstruktionsschritten, die mehrfach auf die gleiche Art durchgeführt werden sollen, als Makros aufzeichnen. Damit können Sie selbst die Fähigkeiten von EUKLID DynaGeo erweitern. Makros können auch abgespeichert und wieder geladen werden. Die jeweils aktiven Makrobefehle erscheinen automatisch als zusätzliche Menüpunkte im Makro-Menü des Hauptfensters.

Nachdem Sie eine Konstruktion durchgeführt haben, können Sie sie mit der Rückblende nochmals auf dem Bildschirm ablaufen lassen. Wenn Sie’s lieber schriftlich haben wollen, können Sie sich auch eine Konstruktionsbeschreibung anzeigen lassen. Und falls Ihre Zeichnung für andere Benutzer als Arbeitsvorlage dienen soll, können Sie Ihre Regieanweisungen oder Aufgabenstellungen in einer Textbox  übermitteln.

Jede EUKLID DynaGeo - Zeichnung enthält ein kartesiches Koordinatensystem mit Längeneinheit 1 cm. Dies gestattet Ihnen, Punkte mit bestimmten Koordinaten zu erzeugen. Wenn Sie lieber koordinatenfrei arbeiten wollen, kann das Koordinatensystem verborgen werden.

EUKLID DynaGeo stellt Ihnen eine Vielzahl von Zeichen- und Konstruktionsbefehlen zur Verfügung. Sie können jedoch den Befehlsvorrat auch einschränken, indem Sie eine vom Standard abweichende Menükonfiguration wählen. So kann z.B. ein Lehrer seine Schüler zwingen, die Mittelsenkrechten-Konstruktion statt mit dem entsprechenden Mittelsenkrechten-Befehl nun mit den elementaren Grundkonstruktionen (d.h. ”mit Zirkel und Lineal”) durchzuführen.

Eine EUKLID DynaGeo - Zeichnung kann theoretisch aus so vielen Objekten bestehen, wie Sie im Speicher Ihres Computers unterbringen. Bei Zeichnungen mit vielen Objekten kann jedoch das Verziehen eine etwas mühsame Angelegenheit werden: die notwendigen Berechnungen und (vor allem) die graphischen Ausgaben erfordern für zügiges Arbeiten einen flotten Rechner und eine leistungsfähige Grafikkarte.

Das EUKLID DynaGeo - Fenster

EUKLID DynaGeo ist eine einfache Windowsanwendung, die in einem Fenster oder als Vollbild ablaufen kann. Am oberen Rand des Fensters erscheint in der Titelzeile der Programmname, gefolgt vom Namen der EUKLID DynaGeo - Datei (*.GEO), deren Daten gerade auf dem Bildschirm dargestellt sind. Falls das Zeichenblatt noch leer ist oder die aktuelle Zeichnung noch nie abgespeichert wurde, erscheint als Dateiname KEINNAME.GEO.

Unter der Titelzeile liegt das Hauptmenü; hinter jedem seiner Einträge ist ein Pulldown-Menü verborgen, das aufklappt, wenn der zugehörige Hauptmenüeintrag angewählt wird.

Unter dem Hauptmenü erscheint die Werkzeugleiste, die Ihnen einen komfortablen Zugriff auf häufig gebrauchte Befehle bietet.

An unteren Rand des Fensters wird in einer Statuszeile stets eine Meldung gezeigt, die Sie über den aktuellen Zustand des Programms informiert. Am linken Ende der Statuszeile wird die aktuelle Cursorposition im EUKLID DynaGeo - Koordinatensystem ausgegeben.

Der Bereich zwischen der Werkzeugleiste und der Statuszeile stellt das eigentliche Zeichenblatt dar: hier erstellen Sie Ihre Zeichnungen.

Die Werkzeugleiste

Um den Zugriff auf häufig gebrauchte Befehle zu erleichtern, verfügt EUKLID DynaGeo über eine Werkzeugleiste: unter dem Hauptmenü erscheint eine Zeile mit kleinen Symbolbildern. Klickt man ein solches Symbol an, dann wird der zugehörige Befehl ausgeführt, gerade so, als wäre er aus dem entsprechenden Menü gewählt worden.

Um die Vielzahl der EUKLID DynaGeo - Befehle zu bewältigen, ohne dabei zu viel vom wertvollen Bildschirmplatz zu verbrauchen, gibt es 5 verschiedene Werkzeugpaletten, zwischen denen Sie durch Klicken auf die Reiter am unteren Rand der Werkzeugleiste umschalten können:

·        die Hauptleiste enthält die wichtigsten Befehle aus den Menüs  Datei  und  Bearbeiten, sowie die Befehle zum Erzeugen von Ortslinien und zum Abbilden von Objekten;

·        die Konstruieren-Leiste enthält Befehle aus den Menüs Zeichnen und Konstruieren, die sich auf ”einfache” Objekte beziehen;

·        die Abbilden-Leiste enthält Befehle aus dem Menü Abbilden

·        die Form-&-Farbe-Leiste enthält Hilfsmittel zum Editieren der Zeichnung. Für ihre einzelenen Symbole gibt es keine direkt entsprechenden Menübefehle.

·        die Messen-&-Rechnen-Leiste schließlich enthält diejenigen Befehle, die sich auf Koordinaten, Abstände, Winkelweiten und Termberechnungen beziehen.

Zum bequemen Umschalten zwischen diesen verschiedenen Werkzeug-Paletten besitzt jede von Ihnen an ihrem unteren Rand einen Reiter, auf dem ihr Name steht. Wenn Sie auf einen dieser Reiter klicken, wird die zugehörige Werkzeug-Palette aktiviert.

Wenn Sie einen Befehl mehrfach hintereinander ausführen wollen, können Sie die automatische Wiederholung aktivieren: drücken Sie dazu beim Klicken auf das entsprechende Symbol der Werkzeugleiste die Umschalt-(Shift-) Taste.

Die Hauptleiste

Beschreibung der einzelnen Funktionen:

1.      Neue Zeichnung - Das Zeichenblatt wird gelöscht und der Dateiname in der Titelzeile auf KEINNAME.GEO zurückgesetzt.
Falls das Zeichenblatt schon eine gültige Zeichung enthält, werden Sie zuvor gefragt, ob Sie diese verwerfen wollen. Wenn Sie dies bejahen, wird das Zeichenblatt gelöscht, andernfalls kehren Sie zu Ihrer Zeichnung zurück.

2.      Zeichnung laden - Es wird ein Dialogfenster geöffnet, das Ihnen die Auswahl einer EUKLID DynaGeo - Datei (erkennbar an der Endung .GEO) erlaubt. Dazu wird Ihnen eine Liste der im aktuellen Verzeichnis vorgefundenen Dateien gezeigt. Sie können mit Hilfe einer zweiten Liste auch das aktuelle Verzeichnis sowie das Laufwerk wechseln.
Wenn Sie Ihre Auswahl bestätigen (Okay), wird die gewählte Datei geladen und die in Ihr gespeicherten Objekte auf dem Bildschirm dargestellt.

3.      Zeichnung speichern - Falls in der Kopfzeile des EUKLID DynaGeo - Fensters schon ein gültiger Dateiname steht, wird die aktuelle Zeichnung unter diesem Namen abgespeichert. Dabei wird eine schon vorhandene Datei dieses Namens ohne Rückfrage überschrieben.
Falls der Dateiname in der Kopfzeile KEINNAME.GEO ist, wird ein Dialogfenster geöffnet, in dem Sie einen gültigen Namen eingeben können. Nach Ihrer Bestätigung (Okay) wird die aktuelle Zeichnung in diese Datei geschrieben. Zusätzlich erscheint der neue Dateiname nun als der aktuelle Name Ihrer Zeichnung in der Kopfzeile.

4.      Zeichnung drucken - Startet den Ausdruck der aktuellen Zeichnung. Leider geben viele Schwarz-Weiß-Drucker nicht alle Bildschirmfarben sinnvoll wieder. Auch werden gestrichelte oder punktierte Linien oft nicht korrekt gedruckt. Dies liegt in der Regel an Unzulänglichkeiten des jeweiligen Windows-Druckertreibers. Sofern Sie ihren Drucker nicht zu hinreichend guten Ergebnissen überreden können, können Sie die Linienattribute beim Ausdruck der Zeichnung von EUKLID DynaGeo simulieren lassen (siehe auch: Einstellungen).

5.      Einen Konstruktionsschritt zurück - Dieser Befehl macht den zuletzt ausgeführten Konstruktionsschritt rückgängig. Das Objekt, das dabei erzeugt worden war, wird gelöscht, eventuell vorhandene Bindungen von Basispunkten an dieses Objekt gehen verloren. Der Rückgängig-Befehl ist damit äquivalent zu einem direkten Löschen des zuletzt erzeugten Objekts mit Bearbeiten | Objekt löschen. In beiden Fällen können Sie das gelöschte Objekt mit Bearbeiten | Letzte Löschung widerrufen wieder aktivieren.

6.      Letzte Löschung widerrufen - Mit diesem Befehl können Sie die letzte Löschung widerrufen und so das zuletzt gelöschte Objekt wieder herstellen. Dabei ist es egal, ob das Objekt durch Einen Konstruktionsschritt zurück oder Objekt löschen gelöscht wurde. Der Widerrufen-Befehl wirkt so, als hätten Sie das gelöschte Objekt neu erzeugt.

7.      Objekt benennen - Zunächst müssen Sie eines der aktuell sichtbaren Objekte der Zeichnung mit der Maus anklicken; dann öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie dem Objekt einen neuen Namen geben können. Jedes Objekt bekommt bei seiner Erstellung einen eindeutigen Namen, der sich aus einem Kennbuchstaben (für die Objektart, also z.B. P für Punkte, g für Geraden und s für Strecken) und einer laufenden Nummer zusammensetzt. Sie dürfen jedoch hier einen beliebigen Namen eingeben. Allerdings prüft EUKLID DynaGeo, ob der Name unzulässige Zeichen enthält oder ob er etwa schon zur Bezeichnung eines anderen Objekts verwendet wurde. Sollte dies der Fall sein, erhalten Sie eine entsprechende Meldung.
Die voreingestellte Schriftart ist eine 10 Punkte hohe Arial-Schrift; für Winkelbezeichnungen wird standardmäßig der Symbolfont gewählt, um griechische Buchstaben zu erhalten. Sie können jedoch mit der Auswahlbox am oberen Fensterrand aus allen installierten Schriftarten eine beliebige auswählen. Mit dem danebenstehenden Editierfeld können Sie eine frei wählbare Schriftgröße einstellen.
Wenn Sie das Dialogfenster mit einem Klick auf den Okay-Schalter verlassen, erhält das Objekt den neu eingegebenen Namen; verlassen Sie es über den Abbrechen-Schalter, dann behält das Objekt seinen alten Namen.

8.      Objekt verbergen / anzeigen - Wenn Sie diesen Befehl anwählen, werden zusätzlich zu den sichtbaren Objekten Ihrer Zeichnung auch die unsichtbaren (grau gestrichelt) dargestellt. Sie können dann ein beliebiges Objekt anklicken:
war es zuvor sichtbar, dann wird es verborgen; war es zuvor verborgen, dann wird es nun sichtbar geschaltet.

9.      Objekt löschen - Sie müssen zunächst das zu löschende Objekt mit der Maus anklicken. Wenn es andere Objekte gibt, die von dem zu löschenden Objekt abhängen, weil sie nämlich mit seiner Hilfe konstruiert wurden, dann werden das Objekt und diese seine Nachkommen grün markiert, und Sie werden gefragt, ob Sie diese Objekt wirklich alle löschen wollen. Falls ja, wird das Löschen durchgeführt, andernfalls nicht.
Wenn Sie ein Objekt löschen wollen, das keine Nachkommen hat, dann wird die Löschung sofort und ohne Nachfrage durchgeführt, nachdem Sie das Objekt angeklickt haben.

10.  Punkt an Linie binden - Klicken Sie zuerst mit der linken Maustaste den zu bindenden Punkt an und danach die Trägerlinie, an die der Punkt gebunden werden soll. Als Trägerlinie können Sie jede schon vorhandene gerade oder kreisförmige Linie verwenden.
Falls der Punkt nicht schon vorher auf dieser Linie lag, wird er sich nun auf die Linie bewegen, wobei alle von ihm abhängigen Objekte (wie üblich) entsprechend mitgezogen werden.
Wenn Sie im folgenden an diesem Punkt ziehen, dann wird er sich nur noch auf seiner Trägerlinie bewegen. Er kann die Linie erst wieder verlassen, wenn Sie die Bindung aufgehoben haben.

11.  Bindung eines Punktes lösen - Klicken Sie den Punkt an, dessen Bindung sie lösen wollen.
Die Bindung des Punktes an (s)eine Trägerlinie wird aufgehoben. Wenn Sie ihn im folgenden verziehen, wird er wieder genau dem Mauscursor folgen.

12.  Ortslinie aufzeichnen - Klicken Sie zunächst mit der Maus denjenigen Punkt an, dessen Ortslinie sie erzeugen wollen, den sogenannten ”Generatorpunkt”. Danach können Sie wie im gewöhnlichen Zugmodus an einem beliebigen Basispunkt (dem ”Zugpunkt” der Ortslinie) ziehen . Wenn der Generatorpunkt dabei bewegt wird, hinterläßt er eine Serie von Punkten, die seine alten Positionen markieren. Wenn Sie nach dem Verziehen des Zugpunktes die linke Maustaste wieder loslassen, wird die Ortslinie als (möglichst) glatte Kurve durch die aufgezeichneten Punkte dargestellt.
Wollen Sie die Ortslinien mehrerer Punkte gleichzeitig aufzeichnen, dann halten Sie beim Markieren des ersten Generatorpunktes die Umschalt-Taste gedrückt. Dies signalisiert dem Programm, daß noch weitere erzeugende Punkte ausgewählt werden sollen. Es erscheint ein Fenster, das nur einen Okay, fertig -Schalter enthält. Klicken Sie nun (mit losgelassener Umschalt-Taste) alle weiteren Generatorpunkte an. Nach dem letzten Punkt klicken Sie auf Okay, fertig . Danach können Sie durch Verziehen eines Zugpunktes die Ortslinien erzeugen.

13.  Objekt spiegeln - Mit diesem Befehl können Sie eine Achsen- oder Punktspiegelung eines beliebigen geometrischen Objekts Ihrer Zeichnung durchführen. Neben Punkten und Linien können Sie auch komplette Polygone spiegeln.
Geben Sie das zu spiegelnde Objekt ein, sowie die Spiegelachse bzw. den Punkt, an dem Sie spiegeln wollen. Dann wird das Spiegelbild erzeugt und gezeichnet.

14.  Ruft das Inhaltsverzeichnis der Hilfe auf!


Die Konstruieren-Leiste

Beschreibung der einzelnen Funktionen:

1.      Punkt - Ein Klick mit der linken Maustaste auf eine beliebige Stelle des Zeichenblattes erzeugt einen Punkt. Die Standardform für solche Basispunkte ist ein schwarzes ausgefülltes Quadrat.

2.      Punkt mit Koordinaten (x|y) - Mit diesem Befehl können Sie einen Koordinatenpunkt erzeugen. Die Standardform für Koordinatenpunkte ist ein unausgefülltes Quadrat.
Es öffnet sich zunächst ein Fenster, das die Eingabe der Koordinaten erwartet. Wenn Sie danach das Fenster mit Okay schließen, wird der Koordinatenpunkt an der eingegebenen Position erzeugt.

3.      Punkt auf einer Linie - Klicken Sie mit der Maus diejenige Linie an, auf der Sie einen Punkt erzeugen wollen. Dabei können Sie eine Gerade, eine Strecke oder einen Kreis wählen. Der Punkt wird erzeugt und an diese Linie gebunden.
Sie können den so erzeugten Punkt nachträglich wieder von der Trägerlinie lösen, indem Sie den Menüpunkt Verschiedenes | Bindung eines Punktes lösen aufrufen.

4.      Schnitt zweier Linien - Klicken Sie mit der linken Maustaste die zwei Linien (Strecken, Geraden oder Kreise) an, die Sie miteinander schneiden wollen. Der Schnittpunkt wird erzeugt und angezeigt.
Haben die beiden ausgewählten Linien zwei Schnittpunkte (z.B. beim Schnitt einer Geraden mit einem Kreis), dann werden beide Schnittpunkte erzeugt und angezeigt. Bemerkt EUKLID DynaGeo, daß einer der beiden möglichen Schnittpunkte schon vorhanden ist, dann wird nur noch der zweite Schnittpunkt erzeugt.

5.      Streckenmittelpunkt - Klicken Sie die beiden Punkte an, zwischen denen Sie die Mitte suchen. Oder: Klicken Sie auf die Strecke, deren Mittelpunkt Sie suchen. Der entsprechende Mittelpunkt wird erzeugt und angezeigt.

6.      Spiegelpunkt - Dieser Befehl spiegelt einen Punkt an einer Achse, einem Punkt oder einem Kreis. Klicken Sie auf den zu spiegelnden Punkt und dann auf die Spiegelachse, das Symmetriezentrum oder den Kreis, an dem gespiegelt werden soll.

7.      Strecke zwischen 2 Punkten - Wenn Sie mit der linken Maustaste auf den Anfangs- und den Endpunkt der gewünschten Strecke klicken, dann wird diese Strecke erzeugt.
Sie können als Anfangs- und Endpunkte schon vorhandene Punkte wählen; falls Sie auf eine Stelle des Zeichenblattes klicken, an der noch kein Punkt existiert, wird dort ein neuer Punkt erzeugt, so dass eine neu erzeugte Strecke also stets einen Anfangs- und einen Endpunkt hat.

8.      Strecke mit fester Länge - Nach dem Anwählen dieses Menüpunkts öffnet sich zunächst ein kleines Fenster, in dem Sie die gewünschte Länge der Strecke in (logischen Bildschirm-) Zentimetern eingeben können.
Danach geben Sie (mit der Maus) zuerst den Anfangspunkt der Strecke ein und dann einen Punkt, der bestimmt, in welche Richtung vom Anfangspunkt aus die Strecke gezeichnet werden soll. Ist dieser von Ihnen eingegebene ‘’Richtungspunkt’’ beweglich, dann wird er automatisch in die richtige Entfernung vom Anfangspunkt gezogen. Ist er nicht beweglich, wird ein neuer Punkt als Endpunkt der Strecke erzeugt.

9.      Halbgerade (Strahl) - Wenn Sie mit der linken Maustaste nacheinander zwei Punkte eingeben, dann wird die Halbgerade erzeugt, die im ersten Punkt anfängt und durch den zweiten Punkt hindurch läuft.

10.  Gerade durch 2 Punkte - Wenn Sie mit der linken Maustaste nacheinander auf 2 Punkte klicken, wird die Gerade durch diese beiden Punkte erzeugt.
Falls Sie auf eine Stelle des Zeichenblattes klicken, an der noch kein Punkt existiert, wird dort ein neuer Punkt erzeugt. Dadurch hat eine solche neu erzeugte Gerade also stets 2 sichtbare Trägerpunkte.

11.  Lot (Senkrechte) - Klicken Sie mit der linken Maustaste zunächst auf den Punkt, durch den die zu erzeugende Senkrechte gehen soll, und dann auf die Gerade (oder Strecke), zu der die neue Gerade senkrecht sein soll. Die Senkrechte wird erzeugt und angezeigt.

12.  Parallele - Klicken Sie mit der linken Maustaste zunächst auf den Punkt, durch den die zu erzeugende Parallele gehen soll, und dann auf eine Gerade (oder Strecke), zu der die neue Gerade parallel sein soll. Die Parallele wird erzeugt und angezeigt.

13.  Mittelsenkrechte - Klicken Sie mit der linken Maustaste eine Strecke bzw. zwei Punkte an. Danach wird die Mittelsenkrechte der Strecke bzw. die Symmetrieachse der beiden Punkte erzeugt und angezeigt.

14.  Winkelhalbierende - Klicken Sie mit der linken Maustaste 3 Punkte an, welche den Winkel festlegen, dessen Halbierende Sie konstruieren möchten. Halten Sie sich an die Reihenfolge: Punkt auf dem 1. Schenkel - Scheitelpunkt - Punkt auf dem 2. Schenkel.
Ist der Winkel schon mit einem Winkelbogen markiert (siehe Winkel markieren), dann können Sie auch einfach den Winkelbogen anklicken. Die Winkelhalbierende des gewählten Winkels wird erzeugt und angezeigt.

15.  Gerade mit festem Winkel - Dieser Menüpunkt dient zum Zeichnen einer Geraden, die mit  einer gegebenen Geraden oder Strecke (im folgenden als Bezugslinie bezeichnet) einen von Ihnen festgelegten Winkel einschließt. Dies geschieht in den folgenden Schritten:
*) Zunächst öffnet sich ein kleines Fenster, in dem Sie die gewünschte Winkelweite (in Grad) eingeben können.
*) Sodann geben Sie (mit der Maus) einen (schon existierenden) Punkt auf der Bezugslinie an, durch den die zu erzeugende Gerade nicht durchgehen soll.
*) Als nächstes geben Sie den (ebenfalls schon existierenden) Punkt der Bezugslinie ein, durch den die zu zeichnende Gerade gehen soll.
Falls Sie eine konstante Winkelweite ohne Vorzeichen eingegeben haben, erwartet EUKLID DynaGeo noch die Eingabe eines weiteren Punktes, der bestimmt, auf welcher Seite der Bezuglinie der Winkel angetragen werden soll. Die Eingabe einer solchen Geraden erfolgt also analog der Eingabe eines Winkels durch 3 definierende Punkte:
*) ein Punkt auf dem 1. Schenkel (hier: auf der Bezugslinie);
*) der Scheitelpunkt (hier: Schnittpunkt der Bezugslinie mit der zu erzeugenden Geraden);
*) ein Punkt auf dem 2. Schenkel (hier: ein Punkt auf derjenigen Seite der Bezugslinie, auf der der Winkel angetragen werden soll).
Wenn Sie die für die Winkelweite eine Konstante mit Vorzeichen oder einen Term eingeben, wird kein dritter Punkt zur Winkelorientierung erwartet; der Winkel wird dann automatisch gemäß dem Vorzeichen des jeweils aktuellen Termwertes orientiert.

16.  Kreis durch Mittelpunkt und Kreispunkt - Wenn Sie mit der linken Maustaste zuerst auf den Mittelpunkt klicken und dann auf einen Punkt, durch den die Kreislinie verlaufen soll, dann wird dieser Kreis erzeugt.
Falls Sie auf eine Stelle des Zeichenblattes klicken, an der noch kein Punkt existiert, wird dort ein neuer Punkt erzeugt, Dadurch hat ein solcher neu erzeugter Kreis stets einen sichtbaren Mittelpunkt und einen sichtbaren Punkt auf der Kreislinie.

17.  Kreis mit bestimmten Radius - Nach dem Anwählen dieses Menüpunkts öffnet sich zunächst ein kleines Fenster, in dem Sie den gewünschten Radius des Kreises eingeben können. Dieser kann sowohl durch einen konstanten Wert als auch durch einen Term bestimmt werden. Danach geben Sie (mit der Maus) den Mittelpunkt des Kreises an.

18.  Kreisbogen - Ein Kreisbogen ist durch 3 Punkte festgelegt:
1.   den Startpunkt, in dem der Bogen beginnt,
2.   den Mittelpunkt des Kreises, zu dem der Bogen gehört, und
3.   einen dritten Punkt, der das Ende des Bogens markiert; der Bogen läuft weiter, bis er     auf den Strahl trifft, der im 2. Punkt beginnt und durch den 3. Punkt geht.
Kreisbögen werden immer in mathematisch positiver Richtung gezeichnet.

19.  Dreieck - Wenn Sie mit der linken Maustaste die 3 Eckpunkte des Dreiecks anklicken, wird das Dreieck gezeichnet.
Falls Sie auf eine Stelle des Zeichenblattes klicken, an der noch kein Punkt existiert, wird dort ein neuer Punkt erzeugt.
Sie können auch eine schon vorhandene Strecke als Dreiecksseite verwenden: wenn Sie eine Strecke anklicken, dann werden Ihre Endpunkte als Eckpunkte des Dreiecks genommen.

20.  N-Eck - Klicken Sie mit der Maus die Eckpunkte des gewünschten N-Ecks an. Sie können dabei vorhandene Punkte benutzen oder mit dem Mausklick neue erzeugen. Um das N-Eck zu schließen, klicken Sie nochmals den als ersten eingegebenen Eckpunkt an. (Stattdessen können Sie auch einen Doppelklick auf den letzten Eckpunkt ausführen.)


Die Abbilden-Leiste

Beschreibung der einzelnen Funktionen:

1.      Spiegelachse definieren - Geben Sie einen Punkt und den zugehörigen Bildpunkt an. Es wird die Spiegelachse dieser beiden Punkte erzeugt. Außerdem wird die Spur gezeichnet, die die beiden Punkte verbindet, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben

2.      An einer Achse spiegeln - Geben Sie das abzubildende Objekt und die Spiegelachse an. Es wird das entsprechende Bildobjekt gezeichnet. Alle Punkt-Bildpunkt-Paare werden durch Spuren verbunden, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben.

3.      Symmetriezentrum festlegen - Geben Sie einen Punkt und den zugehörigen Bildpunkt an. Es wird die Spiegelachse dieser beiden Punkte erzeugt. Außerdem wird die Spur gezeichnet, die die beiden Punkte verbindet, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben.

4.      An einem Punkt spiegeln - Geben Sie das abzubildende Objekt und die Spiegelachse an. Es wird das entsprechende Bildobjekt gezeichnet. Alle Punkt-Bildpunkt-Paare werden durch Spuren verbunden, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben.

5.      Verschiebungsvektor festlegen - Geben Sie einen Punkt und den zugehörigen Bildpunkt an. Es wird der Vektor gezeichnet, der die entsprechende Verschiebung darstellt. Der Befehl ist äquivalent zum Konstruktionsbefehl Vektor. Er ist auf der Werkzeugleiste Abbilden nochmals aufgeführt, um Ihnen einen ständigen Wechsel zwischen den verschiedenen Seiten der Werkzeugleiste zu ersparen.

6.      Verschieben - Geben Sie das abzubildende Objekt und den Verschiebungsvektor an. Es wird das entsprechende Bildobjekt gezeichnet. Alle Punkt-Bildpunkt-Paare werden durch Spurvektoren verbunden, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben.

7.      Drehwinkel festlegen - Mit diesem Befehl legen Sie einen Drehwinkel fest: Geben Sie einen Punkt, einen Drehpunkt und den zugehörigen Bildpunkt (bzw. die Richtung vom Drehpunkt zum Bildpunkt) an. Der zuletzt eingegebene Punkt wird in die richtige Entfernung vom Drehpunkt gebracht; dann wird ein Winkelbogen um den Drehpunkt gezeichnet, der den ersten Punkt mit dem Bildpunkt verbindet.

8.      Drehen - Geben Sie das abzubildende Objekt, das Drehzentrum und einen Kreisbogen (für den Drehwinkel) an. Es wird das entsprechende Bildobjekt gezeichnet. Alle Punkt-Bildpunkt-Paare werden durch Spuren verbunden, sofern Sie die automatische Spurerzeugung nicht deaktiviert haben.

9.      An einem Kreis spiegeln - Geben Sie den abzubildenden Punkt und den Kreis an, an dem gespiegelt werden soll. Es wird der entsprechende Spiegelpunkt gezeichnet.


Die Form & Farben – Leiste

Beschreibung der einzelnen Funktionen:

1.      Linienart - Mit dem ersten Knopf können Sie die Linienart einstellen.

2.      Punktform - Mit dem zweiten Knopf legen Sie die Punktform fest.

3.      Füllmuster - Mit dem dritten Knopf können Sie das Füllmuster für Polygone wählen.

4.      Farbwahl - Mit dem vierten Knopf wählen Sie die Farbe eines Objekts. Beim Klicken öffnet sich der Standard-Dialog von Windows zur Farb-Auswahl.

Die Messen & Rechnen – Leiste

Beschreibung der einzelnen Funktionen:

1.      Koordinatensystem - Dieser Befehl ruft ein Dialogfenster auf, das Ihnen verschiedene Darstellungsmöglichkeiten für das Koordinatensystem anbietet.
*) Sie können zunächst wählen, ob das Koordinatensystem sichtbar oder verborgen sein soll.
*) Wenn Sie sich für ein sichtbares Koordinatensystem entscheiden, können Sie wählen, ob zusätzlich zu Achsen und Ursprung auch noch Gitterpunkte markiert werden sollen oder nicht.
*) Falls Sie Gitterpunkte anzeigen lassen wollen, brauchen es nicht unbedingt alle zu sein: Sie können den Abstand zweier benachbarter angezeigter Gitterpunkte statt auf 1 cm auch auf 2 cm oder auf 5 cm festlegen.
Darüber hinaus können Sie in diesem Dialog ein Hintergrundbild (im BMP-Format) für Ihre Zeichnung laden. Dieses Bild wird dann bei jeder Bildschirmausgabe zusammen mit dem Koordinatensystem als erstes gezeichnet. Dabei erscheint es stets in Originalgröße zentriert im Koordinatensystem, gerade so, als wäre es mit seiner Mitte am Ursprung des Koordinatensystems festgeheftet.

2.      Punkt fixieren - Mit diesem Befehl können Sie einen Basispunkt an seinem aktuellen Ort im Koordinatensystem festsetzen. Er wird dabei in einen sogenannten Koordinatenpunkt umgewandelt, d.h. in einen Punkt mit festen Koordinaten.

3.      Punkt auf Gitterpunkt schieben - Dieser Befehl schiebt einen (Basis- oder Koordinaten-) Punkt auf den nächstgelegenen Gitterpunkt und fixiert ihn dort. Wenn Sie diesen Befehl auf einen Basispunkt anwenden, wird er automatisch in einen Koordinatenpunkt umgewandelt.

4.      Fixierung aufheben - Dieser Befehl hebt die Fixierung eines Koordinatenpunktes wieder auf, indem er ihn in einen Basispunkt verwandelt. Danach kann der Punkt wieder frei gezogen werden.

5.      Abstände messen - Klicken Sie mit der linken Maustaste die beiden Objekte an, deren Abstand Sie messen wollen. Hierbei sind alle Punkte, Geraden und Kreise in beliebiger Kombination zugelassen: EUKLID DynaGeo kennt neben dem Abstand zweier Punkte, dem Abstand eines Punktes von einer Geraden und dem Abstand zweier paralleler Geraden auch die Abstände von Punkten oder Geraden zu einem Kreis sowie den Abstand zweier Kreise.
Wenn die beiden gewählten Objekte einen positiven Abstand haben, dann wird eine entsprechende Abstandslinie erzeugt und deren Länge in einem kleinen Rechteck angezeigt. Für Geraden und/oder Kreise, die einander schneiden, wird kein Abstandsobjekt erzeugt.

5. Sie können die relative Position des kleinen Anzeige-Rechtecks zur Abstandslinie verändern, indem Sie es (im Zugmodus) mit der Maus verziehen.

6.      Winkel messen - Klicken Sie mit der linken Maustaste einen Winkelbogen an. Dann wird ein kleines Rechteck erzeugt, in dem die Weite dieses Winkels in Grad angegeben wird. Die Winkelweite ist nie negativ.
Falls Sie den zu messenden Winkel noch nicht markiert haben und er also noch nicht durch einen Winkelbogen dargestellt ist, können Sie ersatzweise auch die 3 definierenden Punkte in der Reihenfolge
(1)   Punkt auf dem ersten Schenkel
(2)   Scheitelpunkt des Winkels
(3)   Punkt auf dem zweiten Schenkel
anklicken. Dann wird der Winkel zunächst markiert und dann gemessen. Sie können das Rechteck mit der Winkelweitenangabe relativ zu dem gemessenen Winkel verschieben, indem Sie es (im Zugmodus) mit der Maus verziehen.

7.      Termeingabe - Dieser Befehl ruft ein Dialogfenster auf, in dem Sie bis zu zwei beliebige mathematische Terme eingeben können.
Neben den üblichen mathematischen Standardfunktionen und Konstanten können Sie auch Variablen verwenden, die Abstandsmaße und Winkelgrößen aus Ihrer Zeichnung repräsentieren. Um eine solche Variable in den Term einzufügen, sollten Sie zuvor in Ihrer Zeichnung für das gewünschte Maß ein Maßobjekte erzeugt haben (siehe Abstände messen  bzw. Winkel messen). Wenn Sie dann bei geöffnetem Term-Eingabefenster auf das Maßobjekt in Ihrer Zeichnung klicken, wird ein entsprechender ”Maß-Name” in Ihren Term eingefügt.

Mag. Matthias Hofer
http://members.surfeu.at/euklid/
hofer@sacre-coeur.asn-wien.ac.at
Februar 2001